Sachsens Herz liegt auf dem Land

Kommunales

Am Dienstag, den 11. Mai 2010 um 19.00 Uhr fand im Bavaria Hotel Döbeln das Forum „Zukunftschancen des ländlichen Raumes“ der SPD-Landtagsfraktion statt.

Im Podium saßen Axel Buschmann (SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag), Petra Köpping (Sprecherin für Kommunalpolitik der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag) und Gabriele Seifert (Bereichsleiterin Agrargenossenschaft MGV). Moderiert wurde der Abend von Henning Homann, MdL, aus Roßwein.

Rund 40 Zuhörer und Diskutanten hatten sich eingefunden, um an dem Forum teilzunehmen und ihre Ideen einzubringen. Eingangs erläuterte Petra Köpping eindrucksvoll das "Positionspapier zu den Zukunftschancen des ländlichen Raumes in Sachsen" der SPD-Landtagsfraktion. Als ehemalige Landrätin im Leipziger Land und ehemalige Bürgermeisterin von Großpösna ist sie mit den Problemen der ländlichen Regionen bestens vertraut.

Gabriele Seifert vom Mittelsächsischen Genossenschaftsverband ging in ihrem Referat auf die Entwicklung des Genossenschaftswesens gerade in den Dörfern der Region ein. Hier ist eine Weiterentwicklung hin zu interessanten zukunftsorientierten Produkten und Dienstleistungen wie etwa bei der Photovoltaik ebenso festzustellen, wie eine Wiederbelebung von Konsumgenossenschaften. Dabei setzen die Genossenschaften stark auf die Kooperation verschiedener Gemeinden.

Auch Axel Buschmann setzt auf freiwillige Kooperationen, um Synergieeffekte bei der öffentlichen Daseinsvorsorge zu erreichen. Weiche Standortfaktoren wie Verkehrsanbindung, Schulen, Kinderbetreuung und Einrichtungen der Jugendhilfe spielen bei der Entscheidung junger Familien über ihren Wohnort eine immer stärkere Rolle.

Scharfe Kritik an der Staatsregierung wurde in der anschließenden Debatte laut. Sie wolle sich offensichtlich aus der finanziellen Verantwortung für die Kommunalfinanzen stehlen, um als Land gut dazustehen. Gleiches gelte für die Steuerpolitik des Bundes.

Die Streichungen im Bereich der Jugendhilfe etwa müssten mit Personalabbau bis hin zu Schließungen dringend benötigten Jugendeinrichtungen bezahlt werden. Schon jetzt gebe es Kommunen, die noch nicht einmal mehr ihre Pflichtaufgaben aus ihrem Haushalt finanzieren können.

Henning Homann, der auch Vorsitzender der SPD in Mittelsachsen ist, bedankte sich abschießend für die engagierte Diskussion und kündigte für die Zukunft weitere Bürgerforen an.

 
 

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