Döbelner Tafel bleibt bestehen

Pressemitteilung

Homann: "Weiterbetrieb hilft Menschen in der Region Döbeln"

Erleichtert zeigt sich der Döbelner Landtagsabgeordnete und Chef der SPD Mittelsachsen, Henning Homann, über die positiven Entwicklungen zum Weiterbetrieb der Döbelner Tafel durch einen neuen Träger. Das Netz-Werk Mittweida hat verkündet, den Standort ab Sommer weiterbetreiben zu wollen.

„Damit wird nicht nur die Versorgung mit kostengünstigen Lebensmitteln für die Nutzer der Döbelner Tafel sichergestellt, sondern auch ein wichtiger sozialer Ort in der Stadt erhalten, ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Froh bin ich, dass das Angebot nahtlos weiterlaufen kann, keine Lücken in der Versorgung entstehen. Das Netz-Werk ist ein erfahrener Träger.“

Das Netz-Werk Mittweida möchte die Tafel am bisherigen Standort übernehmen und ab Juni weiterbetreiben, macht sich aber auch Gedanken um die weitere Zukunft, so über den Fuhrpark oder die Ausstattung mit Kühlmöglichkeiten, um den Hygienebedingungen gerecht zu werden, die in der Vergangenheit ein Problem darstellten.

„Dass Frau Koch vom Netz-Werk auch weiter in die Zukunft schaut zeigt, dass es ihr mit dem Standort Döbeln ernst ist. Auch die Außenstellen in Roßwein, Hartha und Waldheim bleiben erhalten. Bei der Vermittlung zwischen den Kommunen, der AWO und dem neuen Träger stehe ich sehr gern an ihrer Seite.“, so Homann abschließend.

Koch hatte angekündigt, auch mit den Kommunen ins Gespräch über konkrete Unterstützung kommen zu wollen. In der Vergangenheit hatte Homann sich bei der Suche nach einem neuen Träger gemeinsam mit der AWO eingebracht. 

 
 

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kritische Betrachtung

Tafeln sind eine kurzfristige Erleichterung. Aber Tafeln sind nicht angenehm, höchstens hinnehmbar. Das dort Erhaltene wiegt oft das dort Erlebte nicht auf. Die Existenz der Tafeln selbst ist der Skandal: Menschen in diesem Land haben nicht genug, um sich selbst zu versorgen, selbst wenn sie arbeiten (working poor). Langfristig ändern Tafeln nichts an den Ursachen von Armut mitten im Reichtum (Prof. Dr. Stefan Selke, Professor für Soziologie an der Fakultät „Gesundheit, Sicherheit, Gesellschaft“ der Hochschule Furtwangen University im Schwarzwal).

Autor: Kritiker, Datum: 01.04.2017