Nazischmierereien auf Wahlplakaten von SPD und CDU

Veröffentlicht am 29.07.2009 in Wahlen

In der vorletzten Nacht sind in Döbeln Großflächenplakate von SPD und CDU vermutlich von Rechtsextremen beschmiert worden. Mit Sprühdosen wurden die Plakate mit der Aufschrift „BRD=Volkstod“ verunstaltet. „Die NPD fürchtet um den Wiedereinzug in den Sächsischen Landtag. Ihren Anhängern ist das sehr wohl bewußt“, erklärt SPD-Landtagskandidat Henning Homann die Situation. Die Neonazis würden so ihren Hass auf die Demokratie und eine weltoffene Gesellschaft zum Ausdruck bringen und versuchen auf sich aufmerksam zu machen.

Homann erklärte weiterhin, dass in den vergangenen Tagen weitere SPD-Wahlplakate zerstört wurden. „Insgesamt wurden in den letzten zehn Tagen weit über 100 Plakate zerstört. Inzwischen gehe ich von einer Racheaktion für mein Engagement gegen rechte Gewalt und für Demokratie und Weltoffenheit aus“, erklärt der SPD-Politiker. Homann hatte in der Vergangenheit wiederholt Veranstaltungen gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus organisiert. Im vergangenen Herbst war er Anmelder der Kundgebung gegen den Neonaziaufmarsch am ersten November.
Homann wird heute erneut Anzeige bei der Polizei erstatten.

„Die rechten Randalierer werden ihr Ziel mich zu ärgern nicht erreichen. Plakate und Pappen sind reichlich vorhanden. Wer mich kennt weiß, dass meine Motivation so nur noch größer wird. Es ist aber schon äußerst bedenklich, mit welcher Konsequenz die Neonazis gegen demokratische Parteien vorgehen. Ich hoffe die Polizei erwischt die Randalierer“, so Homann abschließend.