Homann: „CDU Zickzackkurs in der Bildungspolitik gefährdet Zukunft des Landes“

Veröffentlicht am 22.06.2011 in Kommunales
SPD-Basiskonferenz beschließt Antrag zum Erhalt der Bildungsstandorte in Hartha und Roßwein.
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Am Montag kamen die mittelsächsischen Sozialdemokraten zu einer Basiskonferenz in Siebenlehn zusammen. Schwerpunkt war das Thema Kindergrundsicherung, welche nach Überlegungen der SPD Kinderarmut zurückdrängen und die Förderung von Kindern verbessern könnte. Dazu diskutierten auch Gäste mit der familienpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dagmar Neukirch. Mit großer Mehrheit beschlossen die SPD-Mitglieder einen Antrag mit dem Titel „Bildungslandschaft in Mittelsachsen stärken“. Darin sprechen sich die Sozialdemokraten für den Erhalt des Mittelschulstandortes Hartha sowie den Hochschulstandort in Roßwein aus. Außerdem fordern sie mehr Engagement des Freistaats bei der Behebung des Lehrermangels.

Der SPD-Vorsitzende Henning Homann kritisierte in seiner Rede den Zickzackkurs der CDU in der Bildungspolitik. „Die CDU-geführte Bundesregierung beschließt ein Bildungs- und Teilhabepaket, um Kinder aus sozial schwachen Familien zu fördern, während die CDU-geführte Landesregierung das kostenfreie Vorschuljahr abschafft und Bildungsstandorte schließt. Über 10 Prozent der Schüler eines jeden Jahrgangs verlassen die Schule ohne einen Abschluss. Das ist weder nachvollziehbar noch zukunftsgerecht.“ so Homann, der die mittelsächsischen Sozialdemokraten im Landtag vertritt.

Enormen Handlungsbedarf sehen die Sozialdemokraten ebenfalls beim Thema Lehrermangel. Bis 2020 werden 26 Prozent und bis 2030 nahezu 75 Prozent aller Lehrkräfte altersbedingt in Ruhestand gehen. Dieses Problem sei zu lange ignoriert worden.Unterrichtsausfall, fehlende Referendariatsstellen und fehlende Einstellungskorridore seien die dramatische Folge. „Wir benötigen neben der Verdopplung der Ausbildungskapazitäten und Neueinstellungen auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte. Lehrer in Sachsen sollen Topleistungen bringen, werden aber unterdurchschnittlich bezahlt . Das müssen wir ändern, um die anhaltende Abwanderung von jungen Lehrern zu stoppen,“ erklärt Homann weiter und verweist auf den 11 Punkt-Plan der SPD-Landtagsfraktion gegen Lehrermangel.

Zum Ende der Konferenz standen noch Personalentscheidungen auf der Tagesordnung. Mit großer Mehrheit wurden Henning Homann sowie die Eppendorferin Heike Röthling als Delegierte für den Bundesparteitag nominiert. Diese werden am 08. Oktober auf dem SPD-Landesparteitag in Bautzen gewählt.

Beschluss: "Bildungslandschaft in Mittelsachsen stärken"