Aus Japan lernen – Atomausstieg beschleunigen

Veröffentlicht am 15.03.2011 in Bundespolitik

Homann: „Veronika Bellmann muss sich erklären“

Henning Homann, SPD-Landtagsabgeordneter aus Döbeln und Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Mittelsachsen erklärt zur Debatte um die Nutzung von Atomkraft:

„Die Ereignisse in Japan machen uns allen große Sorgen. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Japan, unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der vielen tausend Opfer,“ erklärt der SPD Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Henning Homann.

„Es gilt die richtigen Schlüsse aus den Ereignissen in Japan zu ziehen. Die schwarz-gelbe Entscheidung, den Atomausstieg zu verschieben, war falsch. Auch die mittelsächsische CDU-Abgeordnete Veronika Bellmann hat am 28. Oktober 2010 im Bundestag für die Verlängerung der AKW-Laufzeiten gestimmt. Frau Bellmann muss den Leuten in Mittelsachsen jetzt erklären, wie es nun aus ihrer Sicht weitergehen soll. Für einen ehrlichen Weg des beschleunigten Atomausstiegs würde Frau Bellmann unsere Unterstützung erhalten, aber nicht für wahlkampfstrategische Winkelzüge à la Merkel,“ erklärt Homann in Hinblick auf die bundespolitische Diskussion.

Die Sozialdemokraten haben sich gestern in einem Präsidiumsbeschluss dafür ausgesprochen, den 2000 von SPD und Grünen begonnenen Ausstieg aus der Atomkraft fortzusetzen und zu beschleunigen. Die von Schwarz-Gelb mit der Atomindustrie vereinbarte Laufzeitverlängerung müsse rückgängig gemacht werden und insbesondere die alten Atommeiler, wie ursprünglich von Rot-Grün geplant, sofort abgeschaltet werden. Homann weiter: „Ich hoffe auf ein globales Umdenken. Atomare Unfälle in Bayern oder Baden-Württemberg hätten ebenso katastrophale Auswirkungen für die Region wie Strahlungen aus Tschechien. Wir brauchen dringend zumindest eine europäische Lösung,“ fordert der SPD-Politiker abschließend Links und Material: Weitere Informationen zur Initiative Ausgestrahlt - Gemeinsam gegen Atomernergie finden Sie HIER. Das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten im Deutschen Bundestag auf Abgeordnetenwatch finden Sie HIER: Beschluss des SPD-Parteipräsidiums vom 14. März 2011 Die katastrophalen Vorfälle in den japanischen Atomkraftwerken zeigen 25 Jahre nach dem Super-GAU im sowjetischen Tschernobyl erneut: Kein Atomkraftwerk ist hundertprozentig sicher. Die Atomkraft ist nicht beherrschbar. Ihre zerstörerischen Folgen übersteigen jede menschliche Vorstellung. Wir müssen verhindern, dass sich so eine Katastrophe wiederholt. Wir fordern alle politisch Verantwortlichen deshalb auf,
  • die ältesten und am schlechtesten gegen Flugzeugabstürze geschützten deutschen Atomkraftwerke Biblis A, Biblis B, Brunsbüttel, Neckarwestheim I, Philippsburg I, Isar I, Unterweser und Krümmel noch in 2011 und 2012 endgültig vom Netz zu nehmen.
  • die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke unverzüglich zu stoppen und zurück zu nehmen. Deutschland muss zu seinem ursprünglichen Ziel zurück: Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2020.
  • die Energiewende zu beschleunigen. Das Atomzeitalter und das Zeitalter billigen Öls sind vorbei. Die Zukunft wird bestimmt von erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz.
 

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Autor: Derex, Datum: 30.04.2011, 16:43 Uhr


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