Hausärztliche Versorgung auch in mittleren Städten in Gefahr

Veröffentlicht am 08.07.2009 in Gesundheit

Ärztemangel droht nicht nur auf dem platten Land

Döbeln. Nicht nur in zahlreichen Dörfern und kleineren Gemeinden Mittelsachsens droht ein Ärtzemangel. Nach Angaben der Kassenärtzlichen Vereinigung sind selbst in mittleren Städten wie Döbeln, Leisnig, Waldheim, Hartha oder Rosswein Engpässe bei der hausärztlichen Versorgung zu befürchten. Schon heute gehören längere Wartezeiten selbst in den Städten zum Praxisalltag. Dazu erklärt Henning Homann, Vorsitzender der SPD-Mittelsachsen: „Um eine gute Lebensqualität auch in den ländlichen Regionen zu sichern, ist es wichtig, dass die wohnortnahe Versorgung mit Hausärzten und Apotheken gesichert wird."

Zugleich müssten nach Auffassung Homanns die Anstrengungen in der Nachwuchsförderung verstärkt werden. Ein Instrument dazu sei die gezielte Förderung junger Ärzte bei der Ansiedlung auf dem Land. Homann: „Immerhin werden in den kommenden Jahren etliche Mediziner in den Ruhestand gehen und sich das Problem so eher noch verschärfen.“

Homann fordert außerdem einen Ausbau der medizinischen Versorgungszentren wie sie bereits in Mittweida und Döbeln existieren. „Zudem ist es notwenig, dass flächendeckend Beratungsstellen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen – die so genannten Pflegestützpunkte – eingerichtet werden“, so Homann weiter. Gerade ältere Menschen dürften nicht das Gefühl haben, alleingelassen zu werden. Homann: „Sie haben ein Recht auf ein attraktives Lebensumfeld. Dazu gehört, dass sachsenweit eine medizinische Versorgung in guter Qualität gewährleistet wird.“

 
 

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