Homann diskutiert mit Betriebsräten aus Hartha

Veröffentlicht am 12.03.2015 in Wahlkreis

Homann diskutiert mit Betriebsräten der Pierburg Pump GmbH aus Hartha

Am Mittwoch besuchten Betriebsräte der Pierburg Pump Technologie GmbH aus Hartha den SPD-Landtagsabgeordneten Henning Homann im Sächsischen Landtag. Auf dem Programm stand neben einer Führung durch das Parlament auch eine Teilnahme an der Plenarsitzung. Dazu kam es leider nicht, da die Plenarsitzung bereits zu Ende war. Dafür übernahm Homann spontan selbst die Führung.

Im Anschluss ging es zum politischen Gespräch. Die Betriebsräte bedankten sich für die Einladung zum Gegenbesuch, nachdem Homann im vergangenen Sommer an einer Betriebsratssitzung teilnahm. Ihrer Firma gehe es gut, konnte Silvio Winkler berichten. Etwa 500 Menschen arbeiten im Unternehmen, darunter 15 Auszubildende. „Wir könnten noch mehr junge Leute ausbilden, aber uns fehlen die Bewerber“, so der Betriebsrat weiter. Die letzten Azubis konnten zudem alle übernommen werden.

Ein großes Thema war der Mindestlohn. Der Stellvertretende Fraktionsvorsitzende ärgerte sich darüber, dass gerade bei der Dokumentationspflicht so viel Falschheiten und Halbwahrheiten im Umlauf sind. „Es muss nur ein einfacher Stundenzettel ausgefüllt werden: Wann habe ich angefangen zu arbeiten, wann habe ich aufgehört, wie viele Stunden sind das zusammen. Mehr nicht“, erklärt Homann weiter. Der Mindestlohn stelle für ihr Unternehmen kein Problem dar, hier wurde auch vorher mehr gezahlt. „Dass nun alle mindestens 8,50 EUR die Stunde zahlen müssen, hilft allen anständigen Unternehmen. Denn wer vorher ordentlich entlohnt hat, wird nun vor der Billigkonkurrenz, die nur über die Löhne gegangen ist, geschützt“, erklärten die Arbeitnehmervertreter. Prinzipiell müsse sich allerdings etwas an der allgemeinen Akzeptanz für den Wert von Dienstleistungen und Handwerk ändern. Diese werden noch nicht ausreichend gewürdigt. Die Arbeitgeberverbände, weiß Homann zu berichten, sehen das auch so. Denn am Ende muss es für die Unternehmen wichtig sein ihre Fachkräfte zu halten und neue zu gewinnen. Das schafft man nur mit einer ordentlichen Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen. „Wir brauchen hier eine Koalition der ökonomischen Vernunft. Wer nicht mehr aufstocken gehen muss, entlastet auch alle Steuerzahler“, erläutert der SPD-Kreischef von Mittelsachsen.
Die Jugend- und Auszubildendenvertreterinnen gaben dem Landtagsabgeordneten noch ein paar Wünsche mit auf dem Weg: „Mit 16 hatte ich keine Ahnung was ich mal beruflich machen soll. Vielleicht Krankenschwester oder Tierärztin. Dass ich jetzt einen technischen Beruf habe, konnte ich mir nicht vorstellen“, erklärt die ehemalige Auszubildende. „Wir brauchen mehr Berufspraktika in der Schule und einen besseren Überblick über die Vielfalt der Möglichkeiten. So kämen auch mehr Frauen in die typischen Männerberufe und umgekehrt“, pflichtet ihr die JAV-Vertreterin bei. Homann wünscht sich, dass sich Betriebe zudem mehr Gedanken über die Praktika machen. „Wer das beste Praktikum organisiert, hat einen strategischen Vorteil. Kaffeekochen und Kopieren müssen leider immer noch zu viele junge Menschen“, so Homann weiter

 
 

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04.03.2019, 15:00 Uhr Bürobesprechung Team Homann

06.03.2019, 13:00 Uhr Sitzung des Vorstands der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag

06.03.2019, 14:00 Uhr Sitzung der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag

06.03.2019, 19:00 Uhr Sitzung des SPD-Ortsvereins Roßwein

12.03.2019, 13:00 Uhr Sitzung des Vorstands der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag

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