Homann: „Zugverbindung zwischen Döbeln und Dresden fest im Blick“

Veröffentlicht am 02.08.2022 in Allgemein

Vertrag zwischen Freistaat Sachsen und NRE mit langfristiger Ausrichtung

„Mein Ziel als Landtagsabgeordneter ist es die Region Döbeln zu einer der interessantesten Zukunftsregionen in Sachsen zu machen. Wir müssen stärker von den wachsenden Metropolen Dresden, Leipzig und Chemnitz profitieren, denn das bedeutet eine bessere wirtschaftliche Entwicklung, sichere Arbeitsplätze und den Stopp der Abwanderung junger Menschen. Entscheidend für diese Speckgürtelstrategie ist die Verbesserung der Nahverkehrsanbindung in die Landeshauptstadt Dresden“, erklärt der Döbelner Landtagsabgeordnete und sächsische SPD-Chef, Henning Homann, am Dienstag.

In den vergangenen Monaten hatte Homann sich intensiv für eine verbindliche Vereinbarung zwischen dem Freistaat Sachsen und der NRE (Nossen-Riesaer Eisenbahn-Compagnie GmbH) eingesetzt, die der Strecke eine klare Zukunftsperspektive gibt. Dies ist nun gelungen. „Mit dem Vertrag zwischen dem Freistaat Sachsen und der NRE schaffen wir die Grundlage für Investitionen in die Strecke zwischen Döbeln und Meißen. Damit wird der Verfall der Strecke gestoppt und an einem Teilabschnitt mit der Erneuerung der Strecke begonnen“, so der SPD-Politiker weiter.

Erhaltungsmaßnahmen am Tanklager Rhäsa

In einem ersten Schritt wird in dringend notwendige Erhaltungsmaßnahmen der Schieneninfrastruktur zum Tanklager in Rhäsa investiert. Dazu werden insgesamt ca. 3,5 Millionen Euro benötigt. Der entsprechende Förderantrag wurde bereits beim Eisenbahnbundesamt gestellt. Ergänzend hierzu sollen 50 % aus dem Landeshaushalt finanziert werden. „Natürlich hilft dies zunächst dem Güterverkehr ins Tanklager, aber auch das sind wichtige Arbeitsplätze, die gesichert werden“, betont Homann. Diese Investition wären jedoch auch für die SPNV-Ertüchtigung angefallen. Sie werden daher nur vorgezogen, um einen sicheren Betrieb vom und zum Tanklager zu ermöglichen.

Von besonderer Bedeutung für die Region Döbeln ist die vertraglich vereinbarte Erstellung von Planungsleistungen für die Strecke. Diese sind die zwingende Voraussetzung, um eine sogenannte „Standardisierte Bewertung“ zum Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) zu erstellen und dann über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG-Bundesprogramm) ein zweites noch größeres Investitionspaket zu schnüren. Ziel dieses zweiten Pakets wäre dann eine neue Personenzugverbindung nach Dresden.

Projekt kommt Schritt für Schritt voran

„Wir haben die Zugverbindung zwischen Döbeln und Dresden fest im Blick. Das wurde auch in der Reaktivierungsstrategie des Landes so festgestellt. Diese treiben wir voran. Auch wenn der Landtag über 10 Millionen für die Reaktivierung von Bahnlinien zur Verfügung stellt, reicht das nicht. Es geht nur gemeinsam mit dem Bund“, erklärt Homann. Bundesweit würden Strecken über das GVFG-Bundesprogramm reaktiviert. Der Bund schaue deshalb genau hin. „Wir bringen das Projekt Schritt für Schritt voran. Wir brauchen aber einen langen Atem und am Ende müssen alle mitspielen. Eine Strecke abzubestellen geht schnell, eine neue aufzubauen ist allerdings kompliziert.“

„Es ist in den letzten Jahren mit dem Landesrechnungshof, Karls Erdbeerhof und Industrieansiedlungen wie Blackstone gelungen die Region Döbeln überregional bekannt zu machen. Das zeigt, dass die Speckgürtelstrategie funktioniert. Auch die anhaltend hohe Nachfrage nach Flächen für Eigenheime und Unternehmen zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir dürfen aber jetzt nicht stehen bleiben. Wir sind nicht nah genug an den Metropolen dran, um automatisch Speckgürtel zu werden, aber wir sind nah genug dran, um es zu organisieren. Genau daran arbeite ich mit vielen Menschen in der Region zusammen,“ sagt Homann.

Der SPD-Landtagspolitiker betont die gute regionale Zusammenarbeit, insbesondere mit den Bürgermeistern der Umgebung, dem Döbelner CDU-Stadtratsfraktionschef Dr. Rudolf Lehle und dem Freundeskreis RB110, sowie mit den Grünen im Sächsischen Landtag: „Nur so funktioniert es“, so Homann abschließend.

 

Kommentare

Die Emailadresse wird nicht veröffentlicht.

Die Trackback-URL ist die Adresse dieser Seite.

Kommentar eingeben


Speichern

Keine Kommentare vorhanden